Patenfamilien

Werden Sie Patenfamilie!

Wer braucht eine Patenfamilie?

Die Hilfe ist gedacht für Familien, die im eigenen Umfeld hinsichtlich einer Krisensituation keine Ressourcen haben und bei denen eine zeitweise Fremdunterbringung des Kindes absehbar ist. Familien, die grundsätzlich in der Lage sind, ihre Kinder zu betreuen, zu fördern, zu versorgen, aber aufgrund ihrer persönlichen Situation immer wieder in Krisen geraten können, in denen sie für sich und ihre Kinder Hilfe in Anspruch nehmen müssen (z.B. psychische oder körperliche Erkrankungen, wenig soziales Netzwerk, Klinikaufenthalte/Therapien, Krankheit – auch Suchterkrankung). Das Patenmodell ist für Eltern gedacht, die ihre Elternrolle annehmen und mit entsprechender Unterstützung ihre Kinder überwiegend selbständig versorgen können. Ihnen soll für einen vorübergehenden Zeitraum eine kontinuierliche, zuverlässige Entlastung von den Elternpflichten an die Seite gestellt werden. Die Unterstützung durch eine Patenfamilie soll das Potenzial der Eltern stützen und den Kindern gleichermaßen einen kontinuierlichen Beziehungsstützpunkt im akuten Krisenfall sichern. Intention ist, dass dem Kind im Falle der Unterbringung im Rahmen einer Krisensituation die Patenfamilie zur Verfügung steht, zu der bereits eine Bindung aufgebaut wurde. So können Beziehungsabbrüche und Traumata vermieden werden.

Aufgaben der Patenfamilie:

Eine sog. Patenfamilie steht einer Familie mit erzieherischem Hilfebedarf, bei dem eine zeitweise Fremdunterbringung des Kindes absehbar ist, zur Verfügung. Im Einzelnen können das folgende Aufgaben sein:

  • Bereitschaft der Erreichbarkeit für die Herkunftsfamilie
  • Regelmäßige Kontaktpflege zur Familie halten (z.B. wöchentliche Termine, auch in den Haushalt der Herkunftsfamilie gehen)
  • Bei unterschiedlichen Problemlagen der Herkunftsfamilie unterstützen (beispielsweise Umgang mit Behörden, Ämtern, Einrichtungen wie Kita und Schule und Einrichtungen im Gesundheitswesen, Anleitung im Freizeitverhalten, Aufbau und Pflege sozialer Strukturen und Netzwerke)
  • Stundenweise Betreuung der Kinder (Entlastung der Eltern)
  • In Notsituationen ggf. die Kinder für einen begrenzten Zeitraum in Vollzeitpflege aufnehmen
  • Versorgung, Betreuung und Erziehung des Kindes in Notsituationen
  • Entwicklungsberichte über den Verlauf der Zusammenarbeit schreiben (Monats- bzw. Quartalsberichte)
  • Stundenzettel und Fahrtkostenabrechnung führen
  • Teilnahme an Hilfeplangesprächen mit dem Jugendamt, SkF und der Herkunftsfamilie

Wie werden wir eine Patenfamilie?

Die Überprüfung und Qualifizierung läuft analog dem Bewerberverfahren einer Vollzeitpflegefamilie. Es wird ein Vertrag zwischen Patenfamilie und dem zuständigen Jugendamt geschlossen. Der Pflegekinderdienst des SkF Amberg steht der Patenfamilie beratend zur Seite. Für die Hilfeplanung und Fallarbeit ist das jeweils zuständige Jugendamt zuständig. Folgende Voraussetzungen sollten gegeben sein:

  • Herkunftsfamilie erkennt den eigenen Hilfebedarf und kann das Angebot annehmen
  • Sympathie und Akzeptanz zwischen Herkunftsfamilie und Patenfamilie
  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit
  • Sozialräumliche Nähe, damit den Kindern das soziale Umfeld, die Schule oder der Kindergarten erhalten bleibt. Eine unkomplizierte Inanspruchnahme der Patenfamilie soll ermöglicht werden
  • Patenfamilie steht abrufbereit und ist (telefonisch) gut erreichbar
  • Patenfamilie braucht zeitliche Ressourcen und genug Räumlichkeiten

Die Patenfamilie erhält für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung durch das zuständige Jugendamt. Für nähere Informationen und Interesse bzw. Fragen wenden Sie sich gerne an den Pflegekinderdienst des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für weitere Informationen

Sozialdienst
katholischer Frauen e.V.
Studentenplatz 2
92224 Amberg
Tel. (0 96 21) 48 72-0
Fax. (0 96 21) 48 72-19

 

sozialdienst-kf[at]skf-amberg.de