Vergewaltigung
Vergewaltigung ist eine der schmerzvollsten Erfahrungen im Leben von Frauen und Mädchen. Eine von vielen unterschiedlichen Formen sexualisierter Gewalt, die zur Lebensrealität von Frauen und Mädchen in dieser Gesellschaft gehören und denen sie unabhängig von Alter, Aussehen und sozialer Herkunft zu jeder Zeit, an jedem Ort ausgesetzt sein können.
Frauen reagieren auf eine Vergewaltigung so unterschiedlich wie Frauen in ihrer Persönlichkeit verschieden sind. Sexualisierte Gewalt bedeutet aber immer und für jede eine massive Persönlichkeitsverletzung, die zu einer Traumatisierung führen kann. Charakteristisch für eine Traumatisierung ist das Erleben eines schwerwiegenden, bedrohlichen Ereignisses, das als potentielle oder reale Todesbedrohung wahrgenommen wird. Gekennzeichnet ist dieses Erleben von der subjektiven Empfindung, dass weder Flucht noch Widerstand möglich sind. Einhergehend mit dem Gefühl absoluter Hilflosigkeit und starkem Kontrollverlust haben viele Opfer das Empfinden, das Geschehen abgetrennt von sich selbst, d.h. außerhalb ihres Körpers zu erleben.
Die Beraterinnen des Frauennotrufs verfügen durch jahrelange Erfahrung in der Beratung von Frauen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden. Ausgehend von den jeweiligen individuellen Bedürfnissen bieten wir betroffenen Frauen Einzelberatungen an, die auch in Anspruch genommen werden, wenn die Vergewaltigung schon länger zurückliegt. Unterstützung bei der Sorge für sich selbst sowie Gesundheitsfragen stehen dabei im Mittelpunkt.
All dies geschieht jeweils nur im Einvernehmen mit der betroffenen Frau. Sie bestimmt das Tempo in der Auseinandersetzung mit der erlebten Gewalt genauso wie die Inanspruchnahme weiterführender Unterstützungsangebote.
Häufige Inhalte der Beratung:
- Entscheidung für oder gegen eine Anzeige
- Reaktionen des sozialen Umfelds
- Planung konkreter Schutzmahnahmen
- Informationen zur weiterführenden Unterstützung
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